Ein neuer Blick auf die Beratungsbranche: Mein Praktikum bei fbeta

Im Mai 2018 kam Thorsten als Praktikant zu uns. Einer unserer Geschäftsführer, Kai-Uwe Morgenstern, lernte ihn kennen, als er ein Projektmanagementseminar an der Universität Osnabrück gab. Hier schreibt Thorsten über seine Zeit bei fbeta und seine Erfahrungen als Praktikant in einer jungen Unternehmungsberatung.


Mein Praktikum beginnt an einem Donnerstagnachmittag mit einem kurzen Onboarding. Tags darauf bekomme ich eine tiefere Einführung in die Themen und Aufgaben, mit denen ich mich in den nächsten drei Monaten beschäftigen werde. Zu Anfang beschränken sich meine Tätigkeiten auf das Einlesen, Zuhören und Zusehen. So lerne ich schnell einiges über agile Arbeitsmethoden, allen voran das von fbeta angewandte SCRUM. Mit der Zeit steige ich mehr und mehr in die Arbeitsweisen und -felder der Firma ein.

Die nächsten Arbeitswochen vergehen schnell. Vor allem durch die ständige Abwechslung der Tätigkeiten wird es nicht nur selten langweilig, auch gleicht kaum ein Tag dem anderen. Ich arbeite ausschließlich vom Berliner Büro aus. Dabei reichen meine Aufgaben von einfachen Büro- und Rechercheaufgaben über die intensive Unterstützung bei der Produktion und Vorbereitung von Workshops bis hin zum eigenständigen Wireframing und zur Methodenentwicklung.

Eigenständigkeit wird hier großgeschrieben

Ich merke schnell, dass Eigenständigkeit bei fbeta großgeschrieben wird. Die Anweisungen, die ich bekomme, sind oft weit gefasst und lassen einiges an Interpretationsspielraum offen. Das ist Fluch und Segen zugleich. Zum einen muss ich mich schnell und gründlich in die Aufgaben einarbeiten. Dadurch ist die Lernkurve steil. Gleichzeitig arbeite ich oft ohne genau zu wissen, ob ich in die richtige Richtung arbeite. Die Kolleginnen und Kollegen stehen mir zwar jederzeit für Nachfragen zur Seite, aber aller Anfang ist schwer.

Nach dem ersten Drittel meiner Zeit findet in Berlin ein großer Firmenlauf mit mehr als 17.000 Läuferinnen und Läufern statt – ich bin mit fbeta auch am Start. Das Event ist eine schöne Abwechslung zum Büroalltag und auch sportlich für alle ein Erfolg.

Je länger ich bei fbeta arbeite, desto leichter geht die Arbeit von der Hand. Zunehmend werde ich tiefer in Projekte eingebunden und meine Freiheiten steigen genauso schnell wie die Verantwortung, welche mir zuteilwird.

Dabei fühle ich mich stets nicht nur fachlich, sondern auch persönlich gut in das Team eingebunden. Der Umgang ist freundlich und direkt, unabhängig davon ob mit jungen Kolleginnen und Kollegen, erfahrenen Beraterinnen und Beratern oder den Geschäftsführern: das Du gehört bei fbeta zum guten Ton. Kleinere Reibungen in den heißen Phasen gehören zwar auch dazu, der Respekt füreinander wird aber großgeschrieben.

Mein Fazit

Die drei Monate bei fbeta haben mich positiv überrascht und mein Bild der Beratungsbranche deutlich verändert. Ich konnte viel lernen und habe einen tiefen Einblick in die Arbeit der Firma bekommen, dabei wurde ich nicht nur fair behandelt, sondern auch angemessen entlohnt. Das Praktikum gefiel mir so gut, dass ich noch vor dessen Ablauf einen unbefristeten Arbeitsvertrag für die Zeit nach meinem Studium bei fbeta unterschrieben habe.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei Thorsten für die großartige Unterstützung und freuen uns schon, ihn bald wieder bei uns zu begrüßen!

Geschwindigkeit und Reflektion

Das Bild des Beitrags ist ein Suchbild für den modebewußten Leser. Wo ist der Fehler?

Richtig. Jackett und Hose passen nicht zusammen.

Was hat das mit Geschwindigkeit und Reflektion zu tun? Als ich gestern Morgen beim Kunden ankam und meinen Wintermantel auszog musste ich überrascht feststellen, dass mein Jackett so gar nicht zur Hose meines Anzugs passte. Bis zur Ankunft beim Kunden war mir das nicht aufgefallen. Besonders repräsentativ sah das nicht aus.

Wie konnte es dazu kommen? In der Eile des Aufbruchs am Morgen hatte ich nach dem Frühstück schnell in den Schrank gegriffen. Dachte, ich weiß wo ich hingreife und zog schnell im Halbdunkeln das Jackett an. Das tue ich jeden Morgen. Schnell warf ich ebenfalls den Mantel über, in Gedanken bereits schon aus der Tür. Ein Ablauf, den ich jeden Morgen mache, also mit hoher Routine. Der fast immer mit dem erwünschten Ziel abläuft. Nur gestern nicht. Ich lerne daraus, dass auch Dinge, die man oft und sicher tut daneben gehen können.

Heute Morgen stand meine Familie prüfend vor mir, als ich zur Tür rauswollte und hat mich gestoppt. Einmal Anzugkontrolle. Mit prüfendem Blick und kritischen Fragen, kontrollierten Sie, ob ich, so wie ich war, das Haus verlassen wollte. Das hat mich zwar etwas verlangsamt, aber die kritische Reflektion und der Schritt zurück haben mir geholfen sicher meinen eigenen Erwartungen zu entsprechen.

Manchmal kann es helfen wenn andere da sind, um einen anzuhalten und zu hinterfragen. Gerade, wenn es darauf an kommt.